Die Architekten-Familie Dick

Die Plane für die Synagoge stammen von dem Hoffenheimer Architekten Wilhem Dick, doch auch andere Mitglieder der Familie Dick haben den Bau beeinflusst.

Wilhelm Dick

Wilhelm Dick (1874 - 1904)

Wilhelm Dick Wilhelm Friedrich Dick wurde am 26. August 1874 in Hoffenheim geboren. Er besuchte die Großherzogliche Höhere Bürgerschule in Sinsheim, die mit dem Abschluss nach der Untersekunda zum 31. Juli 1889 verließ. Da er Architekt werden wollte, hat er vermutlich in Karlsruhe studiert, auch wenn dieses Studium ziemlich kurz war.

Die Steinsfurter Synagoge war mit Sicherheit eins seiner ersten Bauwerke. Wir vermuten, dass er nicht auf dem Bauantrag für die Synagoge vom 29. Juli 1892 unterschrieben hat, weil er zu diesem Zeitpunkt noch nicht volljährig war (Laut Wikipedia war das Volljährigkeitsalter damals 21 Jahre).

 

Wilhelm und sein jüngerer Bruder Anton hatten später ein gemeinsames Büro in Hoffenheim, bis sie 1901 nach Sinsheim umzogen. Die damals von ihnen neugebaute „Villa Sophia” steht heute noch. Sie gestalteten in der Folgezeit viele öffentliche Bauten, wie das Rathaus in Steinsfurt, die Friedhofskapelle in Sinsheim usw.

Wilhelm heiratete am 11. Juli 1901 in Sinsheim Sophie Hilspach, die Tochter des Sinsheimer Löwenwirts und Brauereibesitzer Heinrich Hilspach und dessen Ehefrau Katharina geb Groß.

Todesanzeige für Wilhelm Dick Nach dem frühen Tod von Wilhelm am 29. Mai 1904 übernahm Anton Dick nicht nur das Büro, sondern er heiratete später auch dessen Witwe Sophie geb Hilspach (1880 - 1961).

 
 

Quellen:

Bauantrag 1892 (mit Plänen) in: GLA Karlsruhe, 377 Nr. 8248

Baugenehmigung von 1892: Stadtarchiv Sinsheim, Bestand "Steinsfurt", A 33, Nr. 18070

Dipl. Ing. (FH) Susanne Beidek, Dipl. Ing. Wibke Kulder (heute Wibke Cartelli), Dipl. Ing. (FH) Regina Hauber, Abschlussarbeit Studiengang Baudenkmalpflege FH Trier, 2005.

Die Bilder wurden von Frau Waltraud Schüssler, Enkelin von Anton Dick, seinerzeit zur Verfügung gestellt. Wir dürfen sie hier mit Erlaubnis ihrer Kinder nutzen.