Regina Levi, geb Weil (1893 - 1935)

Regina Weil wurde am 18. Juni 1893 in Steinsfurt als Tochter des Metzgers und Handelsmanns Gustav Weil (*1864 in Steinsfurt, ✡1921 in Karlsruhe) und seiner Ehefrau Mathilda geb Menges (*1870 in Michelfeld, ✡1947 in Johannesburg, Südafrika) geboren . Das Paar hatte 6 Kinder: Regina, Johanna (*1895), Siegfried (*1900), Julius (*1902), Gertrud (*1907) und Max (*1911)

Regina Weil heiratete am 8. März 1924 in Steinsfurt den Metzger Wilhelm Levi (1883 - 1938) aus Breisach .

Das Ehepaar Levi wohnte in Breisach und hatte zwei Kinder: Ruth (*1925) und Günther Raphael (*1926). Beide Kinder wurden nach dem Tod des Vaters im Juni 1938 zunächst unter Vormundschaft gestellt und am 6.4.1939 mit einem Kindertransport in die Westschweiz gebracht.  Günther wurde adoptiert und lebte später unter einem neuen Namen als Uhrmacher. Ruth war zunächst als Küchenhilfe in einem Kinderheim tätig, später arbeitete sie in der Uhrenindustrie bevor sie heiratete .

Regina Weils Grab im jüdischen Friedhof Breisach

Regina und ihre Schwester Johanna sind auf der Weil-Gedenktafel in der Synagoge verzeichnet.
Es gab anscheinend eine Familienerzählung, dass Regina in einem KZ gestorben sei. Dies war dann der Grund, warum Regina auf der Tafel erscheint.

Wir haben inzwischen ihren Sterbeeintrag gefunden: sie starb am 25. Juni 1935 in der gemeinsamen Wohnung . (An dem Sterbeeintrag sind keine Auffälligkeiten zu bemerken).

Regina Weil wurde auf dem Friedhof in Breisach begraben.

Ein Eintrag im Gedenkbuch existiert nicht.

Quellen

Das Original des Bildes von Regina Weils Grabstein befindet sich im Staatsarchiv Ludwigsburg unter: EL 228 b II Nr 4402

HStA Stuttgart, EA 99-001_Bü 12: Fragebögen zur Familie Levy (Regina, Willy, Günter, Ruth)